Schülerprojekt mit dem Bergischen Schul-Technikum (BeST)

Zukunft durch Innovation ist eine Offensive des Landes Nordrhein-Westfalen, die bei Jugendlichen das Interesse für natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge fördern will. Dazu wurden bereits über 30 zdi-Zentren mit schulischen und außerschulischen Angeboten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich aufgebaut.

Das Biblisch-Archäologische Institut Wuppertal (BAI) beteiligte sich 2010 zum ersten Mal am Programm des zdi-Zentrums „Bergisches Schul-Technikum (BeST)“, eine Einrichtung, die u. a. von der Bergischen Universität Wuppertal (Fachbereich Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik) getragen wird. Ziel dieser von Dr. Wolfgang Auge maßgeblich organisierten Veranstaltungen war es, Schülerinnen und Schüler aus Wuppertaler, Remscheider und Solinger Schulen ab der 9. Klasse für technische Fächer zu begeistern.

      Schülerinnen töpfern
                                             Der Umgang mit Ton ist nicht einfach

In insgesamt fünf Modulen erlebten 12 Schülerinnen und Schüler im WS 2010/2011, welch große Bedeutung Technik und Naturwissenschaften in der Archäologie haben – und zwar zum einen in Form der dort verwendeten Methoden (Vermessung/Fotografie und Datierung) als auch zum Verständnis antiker Technik als wesentlichem Bestandteil der langen Entwicklungs- und Kulturgeschichte der Menschheit.

Die Veranstaltungen zu Techniken von Keramik- und Glasherstellung fanden im BAI an der Bergischen Universität, Campus Freudenberg statt, wo auch eine ganze Reihe von früh-geschichtlichen Funden zu den angesprochenen Themen aus Grabungen des BAI (Tall Zira'a, Nordjordanien) gezeigt werden konnten.

Versuche zum Schmelzen und Gießen von Glas (in nachgebildete Formen einer früh-geschichtlichen Figurine bzw. von Perlen), eine Exkursion zur Firma „Gerresheimer Essen GmbH“ sowie Form- und Brennexperimente mit Ton (Töpferin Hanna Brückelmann) vermittelten praxisnah den nicht ganz einfachen Umgang mit diesen beiden Materialien.