Neues aus Jerusalem

Auf dem Zionsfriedhof in Jerusalem befinden sich in einem separaten südwestlichen Teil wertvolle archäologische Befunde – u.a. Stadtmauerreste (von der alttestamentlichen Epoche bis in die byzantinische Zeit) – die allerdings völlig verwahrlost und nicht öffentlich zugänglich sind.

                                  

Im Sommer 2015 begannen dort Grabungsarbeiten unter der Leitung von Katharina Palmberger, Marcel Serr und Dieter Vieweger. Ziel des DEI-Projektes soll es sein, diese Befunde für lokale Besucher und Touristen sowie für die Pflege unseres gemeinsamen historischen Erbes zu sichern und auf dem südlichen Zionshügel der Öffentlichkeit zu präsentieren (ähnlich unserem archäologischen Park unter der Erlöserkirche). Hierbei wird die Kooperation mit israelischen Kollegen eine ganz wichtige Rolle spielen. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Ausgrabung von Yehiel Zelinger (Angestellter der israelischen Antikenbehörde, IAA). Da dessen Grabung – nur wenige Meter vom Zionsfriedhof entfernt – die Fortsetzung der diversen Stadtmauern aus verschiedenen Zeiten freigelegt hat, bieten sich gute Möglichkeiten zur gemeinsamen (touristischen) Erschließung beider Ausgrabungen.

    
                        vor der Grabung ...                                                           ... und am Ende der Kampagne 2015

Bei den neuen archäologischen Untersuchungen und Sicherungen geht es nicht zuerst um spektakuläre neue Funde, sondern um die letztmögliche Sicherung archäologischer Befunde, die bei der dringlich anstehenden baulichen Sicherung des Geländes zwischen dem archäologischen und dem eigentlichen Friedhofsteil für immer verloren gehen würden.

Geplant sind bis 2017:

  •  Reinigung des archäologischen Geländes
  •  sorgfältige Geländeaufnahme und Vermessung
  •  Datierung der Befunde (Erstellung einer Stratigrafie)
  •  Ausgrabung bisher ungestörter Befunde
  •  Korrelation der Befunde mit Ausgrabungen im unmittelbaren Umfeld
  •  Gestaltung des Ortes für Öffentlichkeit mit selbsterklärenden Tafeln und Modellen

>> Zu den Ergebnissen der ersten Kampagne