Vierraumhaus der Eisenzeit

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Zunächst wurde ein niedriger Sockel aus Feldsteinen errichtet, um dem Haus ein Fundament und die nötige Stabilität zu geben. Diese Steinschicht hält das Haus von unten trocken und ermöglicht die Lagerung empfindlicher Güter wie Getreide. Darauf schichtete man dann mit Stroh vermischten Lehm. Dieser ist leichter und einfacher zu beschaffen. Das Stroh verhindert das Abbröckeln des Lehms und wirkt auch wärmedämmend. Meist wurden die Wände noch mit einer kalkhaltigen Lehmschicht verputzt, die Feuchtigkeit und Ungeziefer fernhält.

Die Decke des Hauses wurde von kurzen Hölzern getragen, die aus der näheren Umgebung herangeschafft wurden. Große Bäume waren sicherlich zu wertvoll für den einfachen Hausbau und blieben repräsentativen Bauten vorbehalten. Daher musste sich die Breite der Räume nach der Tragfähigkeit der Deckenhölzer richten. Auf diese Hölzer wurden dann mehrere Schichten bestehend aus dünneren Ästen, Reisig und Stroh oder Schilf aufgetragen. Abschliessend bedeckte man diese dann mit Lehm, der regelmäßig verdichtet werden musste, damit das Dach nicht durchlässig wurde.

Je nach Platz und wirtschaftlicher Möglichkeit des Erbauers wurden über dem unteren Geschoss noch weitere errichtet, um mehr Raum zu erhalten. Die Dächer selbst nutzte man zum Trocknen der Ernte und auch zum Aufenthalt in den Sommermonaten.