Rötel

Es wurden leichte und sehr weiche, zudem intensiv rote Mineralstücke gefunden, die ganz offensichtlich zum Rotfärben, z.B. zum Schminken oder zum Bemalen von Wänden verwendet wurden. Eines davon liegt in länglich, quaderförmiger Form vor und ist (zum Aufhängen!?) durchlocht (TZ 15334). Die chemische Analyse zeigt, dass es sich um Rötel handelt, ein Tonmineral (Schichtsilikat) mit einem relativ hohen Fe2O3-Anteil.

Ein anderes rotes, eisenhaltiges Mineral, wie z.B. TZ 15333 ist sehr viel härter und fürs Rotfärben von Objekten ungeeignet.

Fundnr.: Ansprache Stratum Fe2O3 SiO2 Al2O3 CaO K2O
TZ 15334 Rötel SB 28,1 44,3 18,5 2,9 1,6
TZ 15333 Stein SB 3,3 64,0 24,4 5,6 2,1

Tabelle: Chemische Zusammensetzung Fe2O3-haltiger Mineralien

 Rötel
 Stein TZ 15333 und Rötel TZ 15334 (Stifte; Späte Bronzezeit)