Geomagnetisches Mapping

Die Dominanz der Magnetik in der archäologischen Prospektion hat ihren Grund in der Vielzahl von Magnetisierungsprozessen im Boden. Die Messungen lassen sich außerdem relativ schnell und einfach durchführen, d.h. große Gebiete können auch bei unterschiedlichsten Arbeitsbedingungen in recht kurzer Zeit vermessen werden. Die dabei erzielten Ergebnisse sind beachtlich.

Zur Methode

Das Prinzip der geomagnetischen Messung beruht darauf, dass lokale "Störungen" des Erdmagnetfeldes sowie deren räumliche Auswirkung (Ausdehnung) hochauflösend gemessen werden. Das Magnetfeld der Erde setzt sich aus einem konstanten, räumlich homogenen und einem zeitlich variablen Anteil (mit einem sehr breiten Frequenzspektrum) zusammen. Es kann zusätzlich noch durch lokale Besonderheiten beeinflusst werden. Diese "Störungen" werden durch magnetische oder magnetisierbare Materialen hervorgerufen, z.B. durch geologische Lagerstätten (wie eisenoxidhaltige Erze). Auch von Menschenhand geschaffene Befunde, d.h. Mauern, Gebäude und Öfen, aber auch Gruben u.a., verursachen Magnetfeldänderungen, sofern sie (wenigstens in kleinen Mengen) Eisen beinhalten.

Patrick Leiverkus (BAI) bei geomagnetischen Messungen in Khirbet ez-Zeraqon

Die Feldarbeit gleicht der bei der Geoelektrik: Vorgegebene Quadrate werden in vorher definierter Weise abgegangen. In festgelegten Abständen (z.B. aller 0,12/0,25 m) wird eine Messung (per Hand-, Zeitschaltung oder Streckenmesser) ausgelöst. Dabei werden die Magnetometer getragen oder sie befinden sich auf einem Handwagen. Oftmals werden mehrere Messsonden parallel verwendet, was den Messfortschritt deutlich verbessert. Die Daten werden schließlich mit Hilfe des Computers als Rasterbild visualisiert.